Ölziehen … und davon, wie ich lerne (mir) etwas Gutes zu tun

Sich selbst etwas Gutes zu tun, Zeit und Raum zu nutzen, um etwas »für mich« zu tun… Das ist etwas, was jede Mutter lernen darf.

Im lebendigen und schnelllebigen Alltag mit Kindern kommen die eigenen Bedürfnisse oft zu kurz.

Es ist einerseits ein wertvoller Prozess als Frau und Mutter zu ausgiebiger Hingabe im Geben zu finden und gleichzeitig ist es andererseits sehr wertvoll die eigenen Bedürfnisse achtsam wahrzunehmen und sich Raum und Zeit zu nehmen, um die eigene Schale wieder zu füllen. Diese Schale, gefüllt mit Liebe, HinGABE, Dankbarkeit, unerschöpflicher Ausdauer, Geduld und tiefem Mitgefühl… eben all jenen Dingen, die wir als Mutter den ganzen, lieben, langen Tag an unsere Liebsten weitergeben, wofür wir ihnen den Raum halten.

Uns selbst etwas zurück zu geben, ist ein gesunder Ausgleich.


Zu unterschiedlichen Zeiten meines Lebens habe ich in diesen Belangen unterschiedliche Prioritäten gesetzt. Ich bin schon lange eine Kaffee-Liebhaberin, jedoch hat es sich in den letzten Jahren, also vor allem seit ich Mutter bin, so eingeschlichen, dass mir meine Tasse Kaffee ziemlich heilig geworden ist… ich glaube unter anderem, weil ich damit immer auch ein Stück »Auszeit«, »Ruhe«, »etwas für mich« verbinde. Physiologisch ist das natürlich totaler quatsch, denn der Kaffee putscht mich ja an Stellen, an denen mir mein Körper eigentlich »Ausruhen« signalisiert. Also schöpfe ich immer ein bisschen mehr aus der Schale, als ich eigentlich hineintue… ha, und da brauche ich mich dann nicht wundern, wenn ich mich ausgebrannt, müde und unausgewogen fühle. Ich habe eben nicht auf den nötigen Ausgleich geachtet.

Es war ein langer Weg für mich zu akzeptieren, dass ich den geliebten Kaffee wohl mal eine Weile gänzlich oder zumindest bis auf wenige Ausnahmen begrenzt, aus meinen ErNÄHRUNGgewohnheiten streichen sollte. Fakt ist nämlich, dass ich nicht allein durch das Zubereiten eines Kaffees schon wertvolle Zeit verliere. (Etwa gute 15 Minuten vergehen vom frischen Mahlen der Bohne, über das Aufbrühen, bis hin zum Abseihen und Genießen… klar, gibt es schneller Varianten Kaffee zu zu bereiten, doch auf diesem Wege schmeckt er mir einfach am besten), sondern auch die Verstoffwechselung und die die Verdauung im Körper, sowie das emotionale Verlangen nach Nachschub (wenn die Koffeindröhnung abnimmt) allesamt auch Energie kosten. Alles Energie, die ich, wenn ich die wenige Zeit die da ist, sinnvoll abwäge, gar nicht dafür bereit stellen will. Mein Denkvermögen ist zackiger, dynamischer und klarer, mein Energielevel im Tageverlauf konstanter (weniger Energielöcher und Anfälle von Abgeschlagenheit oder Schwere und Trägheit). Mein Schlaf ist außerdem viel erholsamer, wenn ich über längere Zeit gar keinen Koffein konsumiere, was mir grundsätzlich zu mehr Zeit und Ruhe verhilft. Auch meine Verdauung verläuft entspannter, Magen und Darm sind weniger gereizt, die Ausscheidung über Darm und auch die Haut verläuft viel gesünder und vollständiger. Kurzum: die energiekostenden Auswirkungen des Kaffees wiegen einfach zu schwer im Vergleich zu dem, was ich dadurch zurück bekomme: ein kurzer Genuss, der schnell nach mehr fragt – viel mehr nicht.

Jetzt, da der Kleine schläft und die Große ein paar Stunden bei der Oma ist, ergibt sich ganz spontan und unerwartet ein kleines Zeitfenster für »mich«. Was fange ich mit der Zeit an?


Meist schaffe ich es inzwischen gut mir diese Fenster für mich zu nehmen, doch neulich überkam mich die alte »Opferhaltung« und ich klagte meiner Freundin Elisabeth »mein Leid«. Darauf hin bestärkte und ermutigte sie mich noch einmal darin, diese freien Zeitfenster auf keinen Fall mit Haushalt zu füllen, sondern mit irgendetwas, dass mir wirklich gut tut! Schon klar, wir erklären es uns gerne selbst so, dass »wenn die Wohnung ordentlich ist, mir das auch gut tut«… doch dieses ‚gut tun‘ ist damit nicht gemeint. Denn es füllt unsere Schale nicht wirklich.

Wirklich für uns tun wir etwas, dass uns stärkt, nährt, entspannt und uns unsere Körper-Geist-Seele Verbindung spüren lässt.

Dann ist der unordentliche Raum nämlich auf einmal ganz egal … weil wir aus einer größeren Perspektive auf unser emsiges Tun im Alltag schauen, und erkennen, dass unser Körper und unser Geist auch mal wirklich »ruhen«, »loslassen« und »aufladen« möchte und darf.

Ölziehen

Ölziehen ist da eine ganz wunderbare Tätigkeit für genau diese kleinen Zeitfenster im Alltag. Denn schon 10 Minuten täglich haben eine große Auswirkung auf das Wohlbefinden des Körpers. Ölziehen unterstützt die natürlichen Reinigungs- und Reparatur- und Regenerationsprozesse des ganzen Körpers!


Ich verwende meist unseren Kokoskuss, Kokosnussöl in Rohqualität oder Sesamöl, oder nach Bedarf und für gezielte Wirkungen Magnesiumöl (das eigentlich kein Öl ist), Kräuterauszüge und -tinkutren oder auch frisch gepflückte Wildkräuter. Im Rahmen der »energetischen Zahlheilung« verwende ich zudem das speziell dafür konzipierte MCT-Mundziehöl (hierüber kannst du in diesem Beitrag mehr lesen).

Die Wirkungen des Ölziehens sind vielseitig:

Unsere Mundschleimhaut ist sehr gut durchblutet, so gelangen wertvolle Inhalts- und Wirkstoffe sehr schnell in den Blutkreislauf und darüber in den gesamten Organismus.

Außerdem zieht das Öl Gift- und Schlackenstoffe, verbrauchte Energien (sogenannte Toxine) und altes, abgestandenes Bindegewebswasser (worin die Toxine gelöst sind) aus dem Körper hinaus. Deshalb sollte das Öl am Ende des Ölziehens auch niemals hinunter geschluckt werden, sondern über den Hausmüll oder den Kompost entsorgt werden. (Wenn der Körper noch sehr mit Schwermetallen belastet ist (durch Amalganfüllungen, Ernährungsgewohnheiten, eingelagerte Umwelttoxine aus Kleidung, Kosmetik, Umgebung, Möbeln, Wasser, Farben, …), würde ich den Hausmüll vorziehen; den Kompost verwenden wir In wenigen Jahren im eigenen Garten, die Schwermetalle möchte ich da nicht in meine selbst angelegte Erde hineinbringen.)

Ölziehen pflegt auch bei angegriffenem Zahnfleisch und beschädigten oder erkrankten Zähnen und unterstützt die natürlichen Selbstheilungsmechnismen der Zähne und des Mundraumes. Unser Kokoskuss enthält u.a. Xylit, welches die Remineralisierung des Zahnschmelzes unterstützt. Auch andere Pflanzen oder Verbindungen können hier hilfreich sein. Neemblatt, Beinwell, Hydroxylapatit, Sango, … um einige Beispiele zu nennen.

Um den Bogen noch einmal zurück zum Kaffee zu ziehen: statt der aufwendigen Kaffeezeremonie den Vorrang zu geben, entschied ich mich heute einfach mal dazu möglichst wenig Zeit mit dies und jenem zu verbringen, bevor ich damit beginne „etwas gutes für mich zu tun“. Ich habe stattdessen einfach direkt damit angefangen 🙂 Eine gute Wahl, wie ich fühle.


Während der Kleine noch seelig schläft, sitze ich also hier, schreibe (meine Gedanken auf diese Weise zu ordnen hilft mir immer sehr) und ziehe nebenbei Öl. Diesmal mit Kokoskuss… . Während dessen warte ich auf mein »besonderes« Wasser. Ein wunderbarer Energiekick für zwischendurch: mit Wasserstoffgas angereichertes, also ioniziertes Wasser, dass durch seine Negativladung freie Radikale einfängt und damit als Antioxidant wirkt. … dazu in einem anderen Beitrag mehr 🙂

Von Herzen alles Liebe,

Tara

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