Mangold und Chinakohl in cremiger Erdnusssoße

Regional, saisonal und ein bisschen Afrika

In der vergangenen Woche wurden wir von unserem Solawi-Bauern mal wieder mit Mangold versorgt. Die Freude war bei meinem Mann nicht allzu groß, denn von dem gesunden Gemüse, dessen Geschmack recht erdig ist, hatten wir dieses Jahr reichlich. Obwohl er meine Rezeptvariationen im Laufe der letzten Monaten ziemlich lecker befand, dieses Mal hatte er einfach keine Lust auf den erdigen Geschmack. Also musste ich mir etwas neues ausdenken… Und das Ergebnis kam erfreulicherweise super an!!!

Ich erinnere mich an einen Besuch im afrikanischen Restaurant vor einigen Jahren. Die cremigen Gemüseeintöpfe fand ich super lecker. Ich war damals überrascht, dass das gleiche Gemüse, mit dem ich gewöhnlich kochte, geschmacklich so ganz anders war als ich es kannte.

Um dem Mangold einen würdigen Geschmackskontrahenten zu bieten, kam mir die Idee einer cremigen Soße mit Erdnussmus.

Zudem hat der liebe Philipp (so heißt unser Solawi-Bauer) gigantische Chinaköhle groß gezogen und noch bis in den Oktober hinein einen Riesenschwung grüne Tomaten zum Nachreifen geerntet.
Von einem Chinakohl kann ich zur Zeit gute 4 Mahlzeiten zubereiten… also war klar, dass ein Teil davon zusammen mit dem Mangold im Topf landen würde. Schließlich haben die beinahe letzten nachgereiften Tomaten nun noch ihre Bestimmung gefunden. Etwas verkocht gaben sie der Soße den »letzten Schliff«.

Hier ist das Rezept. Ganz viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit!

Zutaten für 3 Portionen

  • etwa 100-150 g Mangold
  • etwa dieselbe Menge Chinakohl
  • 1 Hand Lauch (bei uns entsprach das diesmal 4 ganz zierlichen Stangen. Es sollte nicht zu viel Lauch sein, damit der Geschmack nicht zu dominant wird.)
  • 150-200 ml Hafersahne
  • 2 Hände voll nachgereifte Tomaten (sommerreife gehen bestimmt auch)
  • ein Spritzer Zitronensaft (*hier freue ich mich besonders darüber, dass unser Biomarkt nun einen Direktbezug für frisches Obst aus Portugal in die Wege geleitet hat)
  • 1 EL Erdnussmus
  • Himalayasalz
  • schwarzen gemahlenen Pfeffer
  • 1 EL Kokosnussöl

als Beilagen gab es
brauen Reis, sowie
in Olivenöl und mit Zwiebeln in der Pfanne gebratene frische Champignons (weil ich zuliebe unseres Neuankömmlings gerade auf Hülsenfrüchte verzichte und trotzdem etwas proteinreiches dazu wollte) und
(für die anderen) Azukibohnen, die ich mit einem kleinen Schuss Olivenöl, einem Spritzer Zitronensaft und ein wenig Bohnenkraut verfeinert habe.
Hirse oder Kartoffeln passen aber auch wunderbar!

Zubereitung

Den Mangold waschen, die trockenen Schnittkanten entfernen und das Blatt einschließlich der Stengel in etwa 1 Zentimeter schmale Stücke beziehungsweise Streifen schneiden.

Einige Blätter des Chinakohl entfernen und diesen ebenfalls waschen und in ebenso dünne Streifen schneiden.

Beide Gemüse zusammen in etwas Wasser bei geschlossenem Topf garen. Anschließen das Wasser abgießen.

Nun das Kokosöl in einem Topf zerlassen und zuerst den Lauch, kurz darauf auch das Mangold-Chinakohl-Gemüse hinzu geben und alles kurz anbraten.

Anschließend mit der Hafersahne ablöschen.

Nun einen Esslöffel Erdnussmus in die Hafersahne rühren, bis das Mus vollständig verflüssigt ist.

Mit einem Schuss Zitronensaft, wenig Salz und Pfeffer verfeinern.

Zuletzt die Tomaten in Stücke geschnitten hinzugeben und alles noch einmal bei geschlossenem Topf für 5-10 Minuten kochen.

Fertig!

Tipp, damit alles zeitgleich gar ist

Die Azukibohnen brauchen eine gute Stunde Kochzeit und sollten nach etwa 45 Minuten gesalzen werden, damit sie weicher werden.Der braune Reis benötigt etwa 40-45 Minuten Garzeit. Mit beidem sollte also begonnen werden, damit später alles zur gleichen Zeit gar ist.

Die Champignons und Zwiebeln brauchen nur etwa 5- 10 Minuten und lassen sich daher gut während der letzten Garzeit des Gemüses zubereiten.

Ganz viel Freude beim Kochen und Genießen!
Alles Liebe für dich!

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