Wohin mit all‘ dem Mangold?

Zur Zeit gedeiht der Mangold üppig. Uns schmeckt er super! … Doch auch wenn das dunkle Blattgrün super gesund ist, sind diese schönen großen Blätter – je nach Sorte in weiß oder Regenbogenfarben – aufgrund ihres erdigen Geschmacks nicht für jeden eine Gaumenfreude. Dabei gibt es einen einfachen Trick, wodurch der erdige Geschmack im Essen schwindet: getrocknete Aprikosen. So gelangen wertvolle Vitaminchen in den Körper wandern und der Mangoldgeschmack kann nach Belieben in den Hintergrund treten!

Ich möchte ein paar Variationen schneller und einfacherer Gerichte mit dir teilen, die in dieser Jahreszeit häufiger bei uns auf dem Tisch beziehungsweise in den Bäuchen landen.

Es gibt auch noch andere Tricks, wodurch sich der erdige Geschmack des Mangold mildert:

Wie schön erwähnt, ein paar getrocknete Aprikosen, zusammen mit Mangold gekocht, neutralisiert den erdigen Geschmack wunderbar. Zusätzlich verwende ich, je nach Zubereitungsart, Hafersahne oder Kokosmilch für die Soße, wodurch sich ebenfalls ein eher milder und cremiger Geschmack ergibt. Und sogar eine leicht cremig-käsige Note lässt sich mit Hilfe einiger Zutaten in Gerichte zaubern, wodurch der Mangoldgeschmack in den Hintergrund tritt.

Cremiges Mangoldgemüse mit Nudeln

Dieses Gericht lässt sich nicht nur super schnell und mit wenigen Zutaten zubereiten, sondern auch prima mit weiteren Zutaten (Paprika, Tofu, … ) variieren. Wir bereiten diese Variation meist zu Nudeln. Ich finde sie aber auch zu Kartoffeln, Hirse und Reis passend!

Zutaten

Mangold
getrocknete Aprikosen
Hafercreme/ -cuisine
Cashewmus
evtl Hefeflocken (für einen Geschmack, der noch mehr an Käse erinnert)
Pfeffer, Salz
Nudeln nach Wahl (ich finde alle Nudelsorten mit Loch (Penne, Rigatoni, gelockt, …) sehr passend, damit sich Soße und Nudeln gut verbinden. Doch das ist natürlich Geschmacksache.)
nach belieben Tofu in Würfel geschnitten oder zerbröselt

da ich immer nach Gefühl koche, finde ich es schwierig genaue Maßangaben zu nennen. Doch zur groben Orientierung: auf zwei volle Hände frisches Blattgemüse, verwende ich etwa 4-5 getrocknete Aprikosen, 200-250ml ml Hafercreme, 1 vollen Esslöffel Cashewmus und etwa 3-4 EL Hefeflocken

Zubereitung

Die Mangoldblätter und -stiele gut waschen (achte auf Blattläuse, diese verstecken sich gerne in den Blattfalten auf der Unterseite), anschließend das Wasser grob abschütteln und das Gemüse in Stücke von etwa 4 cm schneiden.

Den Mangold in einen Topf geben und etwa 2-3 cm Wasser einfüllen. (Da der Mangold während des Kochens stark zusammenfällt, reicht diese Menge meiner Erfahrung aus, um ihn darin weich zu dünsten. Wenn das Gemüse weich ist, Wasser abgießen und frisches, etwa die selbe Menge, wie das abgegossene hinzufügen. Ich rate zu gutem Quellwasser und von Leitungswasser ab*).

Die getrockneten Aprikosen in Würfel von etwa 1 cm schneiden, zum Mangold in den Topf geben und beides zusammen bei geschlossenem Topf für ca. 15-20 Minuten weich kochen.

Anschließend die Hafercreme oder Kokosmilch, sowie das Cashewmus hinzufügen und gut umrühren. (wenn du weiteres Gemüse verwenden möchtest, empfehle ich dir dieses nun hinzuzugeben und es bis zum Ende der Garzeit der Nudeln noch eine Weile in der Soße ziehen zu lassen).

Nach Belieben mit Pfeffer, Salz und deiner liebsten Tofuvariante** verfeinern. Für einen besonders intensiven Geschmack, der an Käse erinnert, eignen sich zusätzlich Hefeflocken. Sie verstärken den Geschmack aller Zutaten.

Die Nudeln wie gewohnt kochen und zusammen mit der Soße anrichten.

Guten Appettit!

*Das Thema Wasser und Wasserqualität ist ein ganz eigenes, worüber ich meine Gedanken und Impulse noch in einem gesonderten Blogeintrag schildern werde.

**für diejenigen, die noch nicht so vertraut mit Tofuvariationen sind: es gibt ihn inzwischen in vielen Zubereitungsarten auf Sojabasis oder mit anderen Hülsenfrüchten, wie zum Beispiel Lupinen oder schwarzen Bohnen. Es gibt leicht und stärker geräucherte und naturbelassene Variationen, sowie solche mit Kräutern, Gewürzen oder Gemüse verfeinert. Toll sind auch die fermentierten Variationen. Sie sind meist leichter bekömmlich und verdaulich, da die wertvollen Kulturen des Fermentationsprozesses schwer verdauliche Eiweiße bereits aufspalten.

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Kochen & Genießen!

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