Finde in deine Kraft und innere Mitte – Teil 2

Ein Ritual für uns alle

Flexibilität in Körper und Geist

Ich freue mich sehr über die schönen Rückmeldungen und Gedanken, die ich zum Gebärmutterheilungsritual erhalten habe! Vielen Dank dafür!

Einige von euch sind auf Reisen, andere planen zu reisen!
Das erfordert etwas Flexibilität in der Durchführung des Rituals. Doch nicht nur für euch ist Flexibilität das Thema – auch mich begleitet es in diesen Wochen sehr spürbar. Ich dachte ursprünglich, dass ich häufiger schreiben und meine Erfahrungen, Gedanken und Impulse teilen werde.

Doch ersten kommt es anders… und zweites als mensch denkt…

…und bevor ich gleich von mir erzähle …

Möchte ich dich ermutigen, dem Ritual deine ganz besondere und eigene Form zu geben!

Wenn du auf Reisen bist, sich der Ort, an dem du weilst wandelt und du dennoch die Ressource spürst, das Ritual für dich zu beginnen, oder du im Verlauf des Rituals aufbrechen möchtest:

Male dir eine Spirale – auf ein Blatt, auf einen Gegenstand, den du mitnimmst, auf ein Tuch, dass du bei dir trägst, mit Henna auf deinen Bauch… Du kannst auch ein Band oder eine schöne Kette mitnehmen und dir deine Spirale immer neu auf den Boden oder dein Bett legen. Die Spirale bekommt je mehr Energie, desto mehr du dich mit ihr beschäftigst. …sei kreativ! Deine Gebärmutter begleitet dich, dein Körper und dein Geist tun es, daher wandele die Form des Rituals in eine, die für dich passt! Gib ihm deine Form!

Ich finde den Gedanken, wie Vielseitig unsere Wege der Heilung sein können, sehr schön! Jede von uns hat eine ganz besondere und eigene Energie. So ist Vielfalt ohnehin ein Grundpfeiler für ein Ritual, dass von vielen gemeinsam durchgeführt wird. Neben den kollektiven Themen, die wir heilen, trägt jede von uns ihre eigenen Themen, in Erwartung auf Erlösung.

So möchte ich dich ermutigen das Ritual auch dann durchzuführen, wenn du unterwegs bis oder dies in Kürze sein wirst. …vorausgesetzt, du empfindest ausreichend Ressource. Denn ich selbst spüre: es wirkt sehr transformierend, was wunderschön und herausfordernd zugleich ist!

Für mich verläuft die Zeit ganz anders, als „erwartet« (und ich habe versucht mich von jeder Erwartung frei zu machen).

Ich hatte mir bewusst keinen Plan gemacht, wann ich und worüber ich schreiben und veröffentlichen werde, denn die Erfahrung hat viel zu oft gezeigt, dass Pläne machen auf diese Weise nicht funktioniert. Das habe ich früher oft getan, ich glaubte nicht, das es anders ginge, bis ich es erlebte.

Der denkende, planende Teil, der Gewissheit haben möchte, der Dinge umgesetzt sehen möchte, dachte, dass ich so dies und jenes im Verlauf des Rituals „machen“ werde und darüber schreibe und es teile, damit andere, du, den Impuls bekommen/bekommst mitzumachen.

Die fühlende, fließende Kraft in mir ahnte schon, dass es vielleicht anders laufen könnte. Die Erfahrung hat oft genug gezeigt, dass es meist aus gutem Grund anders kommt, als gedacht und dass bei allen Vorhaben eine Flexibilität bestehen bleiben sollte.

„Ich bin stark und Flexibel, wie ein Bambus“

…ich mag diese Karte der »Kreise der Kraft«. Sie erinnert mich genau daran.

Schließlich kommt alles so, wie es sein soll… das Universum macht da keine Fehler. Alle Flexibilität ist eine Übung im Loslassen. Loslassen vom »wollen«, »sollen«, »müssen«, »hätte«, »könnte«, … Damit ich mich am Ende des Tages fragen kann

»Wo habe ich Widerstand und Anspannung vor dem Loslassen gespürt?«

»Was konnte oder wollte ich nicht loslassen?« und

»Woran halte ich fest?«

Auch hier kann der Körper der Weg sein, um das Loslassen zu üben.

Annehmen, was ist. Dankbarkeit, Demut und das Vertrauen, dass alles »nach Plan« läuft (nur eben nicht nach dem in meinem Kopf, sondern einem viel höher geschalteten, der die Dinge »von oben« und mit viel mehr »Weitsicht« überschauen kann. Von einer Ebene betrachtet, die sieht, welche Rolle meine hier auf der Erde ist und was meine Lernaufgaben als Mensch sind.)

Also übe ich anzunehmen, was ist. …denn es ist ja alles gut. Anders als gedacht ist eben nur anders, nicht besser oder schlechter.

Stärke, Leichtigkeit, Flexibiltät und Vertrauen

Mein Körper spricht seit einer Weile sehr laut zu mir. Es drückt dort, zieht hier und piepst im Ohr. Also schalte ich ein paar Gänge zurück, auch was die energetische Arbeit und das Heilritual betrifft. Ich habe es nicht jeden Tag geschafft mir eine kleine Weile Zeit und den Raum zu nehmen, um meine Muschelspirale zu weihen. Ich musste viel flexibler sein als mich „nur“ auf diese Spirale zu fokussieren. So habe ich die Zeit während der Spaziergänge und die vielen wachen Stunden in den Nächten um den vergangenen Vollmond herum, für Innenschau und Reflexion genutzt.

In diesen Stunden versuche ich mir die Kraft zurück zu geben/nehmen, die im Laufe des Tages in mein Feld fließt.


Neulich, um vier Uhr morgens, saß ich völlig schlaftrunken und verzweifelt mit unserer Tochter in der Küche. Sie schmatzte fröhlich ihre Haferflocken und es schien, sie habe die Nacht beendet. Ich fühlte mich völlig fertig und hörte mich sagen „ich weiß nicht, wie ich das überleben soll“… Mein Mann war noch nicht wieder eingeschlafen und hörte meine verzweifelten (und ja – etwas übertriebenen) Worte. Liebevoll hörte ich ihn „du wirst es überleben“ sagen.
Ich ließ seine Worte nachklingen, während ich versuchte mich aufrecht auf dem Stuhl zu halten und beobachtete dabei mit welcher Leidenschaft unsere Tochter ihre Haferflocken genoss. Ich fragte mich, warum es mir inzwischen so schwer fällt mich müde zu fühlen? …früher kannte ich das so nicht. Da habe ich die Nächte freiwillig durchgemacht, weil ich die nächtliche Energie inspirierend und magisch fand.


Warum fühle ich mich erschöpft, während mein Weltbild doch ganz klar ist, dass alle Energie immer da ist? Sie ist die ganze Zeit um mich herum, ich kann jederzeit alle Energie haben, die ich zu „brauchen“ glaube. Und ich glaube außerdem, dass ich Selbst all diese Energie bin.
Der Körper ist »nur« eine Hülle; eine die ich gerne Pflege und nähre und mit der ich dankbar und liebevoll umgehe, weil sie mir diese Erfahrung als Mensch ja erst ermöglicht. Doch sie ist nicht das, was ich wirklich bin. Ich stelle mir gerne vor, dass ich, verbunden mit der Erde und verbunden mit dem Himmel, wie eine Art Lichtblitz, der beides verbindet, Form gewordene Energie bin. Das hilft mir im Alltag oft mir meine Haltung zu den Dingen zu vergegenwärtigen.
Doch in diesem Moment am Küchentisch konnte ich das alles nicht sehen, greifen, abrufen. …Dank an meinen Mann und meine Tochter! Sie erinnerten mich daran.

Die Erfahrung, das Gefühl zu fühlen, ist das, worum es geht

Langsam zog eine Klarheit in meine Gedanken ein.


Dieses Gefühl der „Erschöpfung“, die Müdigkeit, die Grenzen des Körpers sind „nur“ Gefühle. … Es sind Erfahrungen, die meine Seele machen möchte. Gerade weil ich mich in meinem Leben schon so oft stark und grenzenlos gefühlt habe, so oft an die Grenze meiner Kraft oder auch über sie hinaus gegangen bin. Früher war die Folge eine ganz schön lange »Ausgebranntheit«. Es hat Jahre gedauert, bis ich mich wieder einigermaßen bei Kräften gefühlt habe. Es ist, als sollte ich nun an meine Grenze gelangen, um aus einer anderen Perspektive darauf zu schauen. Damals wusste ich noch nicht viel von Energie und ewiger Verbundenheit, von Geist über Materie. Im Gegenteil, mein Weltbild wahr umgekehrt. Und mit dieser Perspektive war es unglaublich schwer meine Kraft wiederzufinden. Nun fühlt es sich so an, dass die Kraft, die Energie die ganze Zeit da ist und nur darauf wartet von mir wahrgenommen zu werden.
Kraft und Erschöpfung liegen auf einem Kreis, auf einem Spektrum der Möglichkeiten direkt neben einander. Sie sind unterschiedliche Ausprägungen ein und desselben. Und dieses Jahr werde ich, so sah ich es in der nächtlichen Frühe am Küchentisch sehr klar, erneut die Möglichkeit haben, über mich hinaus zu wachsen. Es wird herausfordernd, ich werde mich an meinen Grenzen fühlen. Doch es sind nur Gefühle, die gefühlt werden wollen, weil sie es sind, die meinen Erfahrungsschatz nähren. Ich komme an diese Grenze, um eine Erfahrung zu machen und zu erkennen, dass die Erfahrung darin liegt, dass ich ein grenzenloses Wesen bin, gehalten, getragen, genährt und immer Verbunden. Ich werde über mich hinaus wachsen und erneut erkennen, was ich alles schaffen, überleben und entstehen lassen kann.

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