Sanfte Entgiftung für Vielspazierer

Alltags-, Still- & Tragetauglich.

Im Vorbeigehen mitnehmen, was gut ist

Seit unsere Tochter auf der Welt ist, gehe ich täglich spazieren. Manchmal mehrfach am Tag und je fitter ich nach der Schwangerschaft und Geburt werde, desto länger fallen die Spaziergänge aus. Es ist auch meine Pausezeit, denn die Kleine schläft noch mindestens zwei Mal am Tag für ein bis zwei Stunden. Solange ich laufe, fühlt sie sich getragen und genießt beobachtend oder schlafend das sanfte Schaukeln. Wir lernen unsere Umgebung kennen, gehen neue Wege und entdecken neue Pfade abseits der ausgewiesenen Spazierwege. Dabei entdecken wir alte Bäume, beeindruckende Farbspiele, lernen über heimische wilde Heil- und Nutzpflanzen und Tierspuren zu lesen. Mir tut es unglaublich gut, täglich diese Nähe zur Natur zur spüren und mich mit dem allesdurchdringenden Geist zu verbinden und zu fühlen, was es bedeutet einfach zu SEIN.

Jetzt im Frühling verspüre ich, wie jedes Jahr um diese Zeit, den Wunsch und Drang der körperlichen Reinigung und geistigen Erneuerung. Nach den langen Herbst- und Wintermonaten genieße ich das zunehmende Licht. Und ich spüre, wie die Säfte der Natur ins Fließen kommen wollen – in den Adern der Bäume und Pflanzen, ebenso wie in denen meines Körpers.

Brennessel
Sauerampfer

Stillende sollten nicht entgiften, heißt es. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, in mich hinein gespürt und spüre, dass ich mit dieser Aussage nicht bedingungslos in Resonanz gehe. Alleine deshalb schon, weil „Entgiftung“ sehr unspezifisch nichts anderes bedeutet, als giftiges, altes uns verbrauchtes auszuleiten. Und warum sollten stillende Mütter, in deren Körper sich Gift- und Schlackenstoffe angereichert haben, dies nicht tun? Doch abzuwägen in welcher Form ausgeleitet und entgiftet wird, finde ich gerade für Stillende ein besonders wichtiges Thema, dem ich hiermit etwas Aufmerksamkeit widmen möchte.

Denn ich muss mich fragen, was muss mein Körper leisten? Würde ich für mich nicht jede Form der Ausleitung geeignet sehen. Und ganz besonders wichtig finde ich, dass Stillende, ebenso wie Schwangere und Schwangerwerdenwollende, aber letztlich JEDER MENSCH, schauen sollte, was überhaupt in den Körper (*und das eigene Energiefeld) hinein gelangt.

Giersch

Sanfte Entgiftung halte ich für jeden Menschen sinnvoll und erstrebenswert. Wichtig finde ich, dass jeder Mensch dabei stets achtsam, liebevoll und wertschätzend mit sich selbst und den Ressourcen seiner Umwelt umgeht. Und das die verschiedenen Komponenten der Entgiftung – Freisetzung, Bindung, Ausleitung und Wiederaufbau – beachtet werden.

Auf den Wiesen, am Wegesrand, auf dem Waldboden und an den Bäumen und Sträuchern finden wir um diese Jahreszeit alles, was unseren Körper sanft, effizient und im Einklang mit den natürlichen Kräften entgiftet und erneuert.

Scharbockskraut

Die Erneuerung der Hautzellen benötigt einen Mondzyklus, also 28 Tage.

Mein Körper reagiert sehr stark auf die Veränderungen des Energiefeldes durch die Mondenergie. Deshalb richte ich mein Tun, Schöpfen und Heilen in vielen Aspekten an diesen Wandlungsphasen aus. Zur Zeit stehen wir kurz vor Vollmond und ich merke, wie sich das Wasser im Körper sammelt und leicht staut. Um die Dinge innerlich wie äußerlich in den Fluss zu bringen, trinke ich viel Wasser und es zieht mich während meiner Spaziergänge zum Wasser. In unserer Umgebung gibt es eine Wiese, auf der sich unter einem lichten Wäldchen zwisch Bachläufe treffen. Ich empfinde diesen Ort in vielerlei hinsicht als magisch. Er wirkt energetisch sehr belebt, physisch dennoch ganz im Ruhigen und Verborgenen. Der Boden ist dicht mit allen möglichen Wild- und Heilkräutern bedeckt, die um diese Jahreszeit wachsen.

Mond, Einsam, Baum, Landschaft, Himmel

Während ich heute morgen über diese Wiese schlenderte, kam in mir eine Klarheit auf, dass meine Entgiftungskur in diesem Jahr zu einem großen Teil aus wild wachsenden und meinen Weg kreuzenden Wild- und Wiesenpflanzen bestehen soll.

Essbare Wild- und Wiesenpflanzen, die du auf deinem Weg zur Zeit (*abhängig von Ort und Lichtverhältnissen) findest, die vollständig (also Blatt-, Stengel- und Blütenteil) essbar sind, sind folgende:

  • Gänseblümchen
  • Löwenzahn
  • Sauerampfer
  • Giersch
  • Scharbockskraut (Ausnahme: junge Blätter nur vor der Blüte verzehren, die Blüten sind nicht zum Verzehr geeignet)
  • Klettenlabkraut
  • Spitzwegerich
  • Sauerklee
  • Knoblauchrauke (Ausnahme: junge Blätter nur vor der Blüte verzehren, die Blüten sind nicht zum Verzehr geeignet)
  • Bärlauch (junge Blätter nur vor der Blüte verzehren, die Blüten sind nicht zum Verzehr geeignett zum Verzehr)

Impuls für die nächsten 28 Tage

Pflücke dir JEDEN TAG auf deinem Spazierweg über Wiesen, entlang von Feldern und durch Waldstücke ein paar Blüten, Blättchen und Stengel. Wechsle vielleicht jeden Tag ab, welchen Teil einer Pflanze du erkundest und isst.

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